Improvisieren: Pleiten, Pech und Pannen kreativ meistern  
         
     

Beim Kochen unterwegs gehören Pleiten, Pech und Pannen dazu. Oft sind es nur wenige Handgriffe, ein klein wenig Geschick und einfache Tricks, die helfen, den großen und kleinen Tücken und Missgeschicken rund ums Kochen unterwegs souverän und kreativ zu begegnen.

 
Hier drei von beinahe vierzig unserer Improvisationstipps für unterwegs:
         
      Schütteln statt schäumen  
         
     

Schaumige Dressings, Saucen und Drinks sind auch im Urlaub mit kleinem Gepäck ein gern genossener Luxus. Praktisch sind die batteriebetriebenen kleinen Schäumer, doch es geht auch anders: Flaschen, Tassen oder Becher mit Flüssigkeit füllen, mit Folie abdichten, Haushaltgummi straff über das Gefäß ziehen und dann kräftig schütteln. Mit Bechern, die sich verkehrt herum abdichtend ineinander schieben lassen, kann man als Open-air-Barkeeper glänzen. Doch auch ein Holzquirl leistet gut Dienste.

 
     

 

 
      Energiereserven sparen: Kochen mit der Kochkiste  
         
     

Die Gaskartusche ist fast leer und das Abendessen ist noch nicht fertig? Kein Problem: Garen Sie Ihre Beilage (z.B. Salzkartoffeln, Spaghetti, Reis, Bulgur) nach kurzer Kochzeit einfach in Ihrem Schlafsack fertig! Dazu benötigen Sie neben dem Kochtopf mit Deckel ein Handtuch zum Umhüllen und als "Kochkiste" einen Schlafsack, eine warme Decke, eine Kiste oder einen Korb mit Decken. So geht´s: Die Beilage auf der Kochstelle vorkochen, dann mit einem Handtuch umhüllen und in der Kochkiste weitergaren lassen. Beachten Sie, dass Sie den Topf auf eine wärmefeste Unterlage wie ein Holzbrett stellen, damit der Wärmemantel nicht angesengt wird, und dass der eingehüllte Topf windgeschützt und stoßfest steht - damit die Spaghetti nicht im Schlafsack statt auf den Tellern landen!

 
     

 

 
      Platzsparend: Drahtbügel-Alufolien-Topf  
         
 

 


 

Outdoor-Experte Erwin Leinfelder verrät folgenden verblüffend einfachen Trick, um Reisegepäck zu sparen: "Einen alten Draht-Kleiderbügel rund auseinander biegen, Alufolie zu einer bauchigen Tüte formen und an den Rändern rundum fest um den Bügel falten. Das Gefäß vorsichtig benützen; es eignet sich gut zum Kochen von Tee, Kaffee oder Brühe. Der Haken ist zugleich der Henkel; komfortabler ist es, an der gegenüberliegenden Seite noch einen Haltegriff zu drehen.